Wie Al Jazeera seine Journalisten missbrauchte (Analyse, NYT)

Fahmy

Mohammend Fahmy, ehemaliger Büro-Chef englischen Teils des katarischen Nachrichtensenders Al Jazeera in Ägypten, sass 412 Tage in einem ägyptischen Gefängnis, wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Gefährdung der Sicherheit des Landes. In einem Artikel in der New York Times geht er mit seinem ehemaligen Arbeitgeber und dessen Besitzer Katar hart ins Gericht: Diese hätten ihn und seine beiden Kollegen Peter Greste und Baher Mohammed wissentlich ins Verderben laufen lassen und sie für ihre Zwecke missbraucht.

 

How Qatar Used and Abused Its Al Jazeera Journalists (New York Times, 2.6.2015)

 
 
 

Warum Islamisten Frauen hassen (Analyse, NZZ)

Saudi

Wegen seiner islamkritischen Artikel wurde gegen den algerischen Autoren Kamel Daoud schon eine Fatwa verhängt. Doch das hindert ihn nicht daran, die Ideologie – in diesem Fall der Frauenhass – der Islamisten scharfzüngig zu analysieren.

 

NZZ, 27.6.2015(NZZ, 27.6.2015)

 

 

 

Wie die CIA ihre Folterpraktiken mit Hollywood rechtfertigte (Investigative Reportge, PBS Frontline)

torture

Gerade mal 10 Minuten hielt es US-Senatorin Dianne Feinstein, die damalige Vorsitzende des US-Geheimdienstausschusses, während der Vorführung des Filmes „Zero Dark Thirty“ über die Tötung Osama Bin Ladens im Kino aus. „Alles war falsch“, sagte sie gegenüber PBS Frontline. Sie und ihre Kollegen hatten während Jahren Millionen von geheimen CIA-Dokumenten gesichtet und waren zu einem ganz anderen Schluss gelangt: Anders als im Film dargestellt, war der CIA nämlich von Anfang an klar, dass ihre Folter der geheimen Gefangenen im „Krieg gegen den Terror“ wirkungslos ist. Doch gegen die Propaganda aus Hollywood war sie machtlos.

Secrets, Politics and Torture – Wie Folter in den USA salonfähig wurde (PBS Frontline, 19.5.2015)


 

 
 

 

Irak: Noch mehr Frieden mit noch mehr Waffen? (Satire, Der Postillon)

IS-US

„Wenn man einen Bürgerkrieg provozieren will, dann muss man nur alle Parteien bewaffnen“ (May Elmahdi, August 2014)

Mehr Waffen sind genau das, was Menschen im Irak jetzt am dringendsten brauchen (Der Postillon, 12.8.2014)

Irak: Der Islamische Staat (IS) und seine grenzenlose Propaganda (Hintergrund, Foreign Policy, englisch)

IS

Nicht nur im realen Kampf in Syrien oder Irak, sondern auch auf virtueller Ebene sind die IS-Dschihadisten unheimlich effizient. Dass kaum Journalisten vor Ort über die Geschehnisse berichten, gibt der Terrorgruppe fast uneingeschränkte Möglichkeiten der Propaganda. Die Schreckensbilder, die wir tagtäglich im Fernsehen, in Zeitungen und vor allem im Internet zu sehen bekommen, stammen zu einem grossen Teil von der IS-geführten-Propaganda-Seite AlHayat. Auch wenn die Beiträge normale Zuschauer schockieren, die Terrorgruppe immer kritisch hinterfragen und abschrecken sollen; Das Problem dabei ist, dass diese Bilder, die oft an Grausamkeit nicht zu übertreffen sind, der IS in die Hände spielen, indem sie genau die beabsichtigte Botschaft verbreiten.

How to take a picture of a severed head (Foreign Policy, 8.8.2014)

Irak: Wie die USA das Land ins Chaos stürzten (Dokumentarfilm, PBS, englisch)

Irak

Planlos, naiv und verheerend für die irakische Bevölkerung – die amerikanische Besatzung des Iraks war von Anfang bis zum Ende ein riesiges Fiasko, dessen Konsequezen sich bis heute auswirken. Von der Entbaathifizierung der Armee, der Aufrüstung der schiitischen und sunnitischen Milizen, dem Festhalten am sektiererischen Nuri Al-Maliki bis zu Obamas planlosem Rückzug: PBS Frontline spricht mit den damaligen Verantwortlichen und zeigt eindrücklich auf, wie der Irak von den USA ins Chaos gestürzt wurde.

Losing Iraq (PBS Frontline, 29.7.2014)

Libyen versinkt im Chaos – Ein Land der Milizen (Hintergrund, Qantara)

Libyen

Libyen versinkt nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi immer mehr im Chaos – politisch und militärisch. Vor allem die verschiedenen Milizen, die mal ihre eigenen Interessen, mal die ihrer Clans oder ihrer Führer verfolgen, scheinen eine Lösung der Krise zu verunmöglichen. Nun hat der umstrittene General Chalifa Haftar hat den Islamisten den Kampf angesagt.

Wohlwollender Diktator oder schlafender Monarch? (Qantara, 28.5.2014)

 

 
 

 

Syrien: Das schwere Los der Flüchtlinge (Multimedia-Reportage, Spiegel)

Junge in Flüchtlingslager in Jordanien

Neun Millionen Syrer sind auf der Flucht, fast drei Millionen Menschen konnten sich bisher in die Nachbarländer Libanon, Jordanien und die Türkei retten. Sie haben alles verloren und versuchen, mit ihrem Schicksal irgendwie umzugehen. Eine bewegende Foto- und Videoreportage in zehn Kapiteln über einige der Opfer des blutigen Bürgerkriegs.

Exodus – Die grosse Flucht aus Syrien (Spiegel, 27.5.2014)

 

 
 

 

Saudiarabien: Streit der greisen Brüder um die Thronfolge (Hintergrund, Washington Post, englisch)

Die dritte Generation

In Saudiarabien ging die Thronfolge bisher von Sohn zu Sohn des Staatsgründers Abdul Aziz ibn Saud über. Doch davon sind nur vier übrig, der gut 90-jährige König Abdullah ist schwer krank und dem Thronfolger Salman geht es anscheinend nicht viel besser. Nun hat Adullah seinen jüngsten Halbbruder, den 69-jährigen Muqrin, zum stellvertretenden Thronfolger gemacht, um womöglich seinen Söhnen den Weg an die Spitze der Ölmonarchie zu ebnen. Und das gefällt den zahlreichen und mächtigen Prinzen gar nicht.

Appointment of deputy heir to throne stirs controversy in Saudi Arabia (Washington Post, 26.5.2014)

 

 
 

 

Liebe in Ägypten: Ein Balanceakt zwischen Gefühl und Vernunft (Hintergrund, Qantara)

Hochzeit in Ägypten

Drei europäische Wissenschaftler reisten nach Ägypten, um soziale und religiöse Fragen der Gesellschaft zu erforschen. Doch sie blieben stets beim allgegenwärtigen Thema Liebe hängen. Denn die Liebe scheint die Ägypterinnen und Ägypter weit mehr zu beschäftigen als Politik und Religion. Und sie ist alles andere als einfach zu verstehen:

„Gibt es in Europa Liebe wie bei uns?“ (Qantara, 8.5.2014)

 

 
 

 

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